Ziel des Projekts „FALKE – Flugsystem-Assistierte Leitung Komplexer Einsatzlagen“ ist eine teilautomatisierte Sichtung von Patienten mittels kontaktloser Detektion der Vitalparameter durch verschiedene Sensoren, die an einem unbemannten Flugsystem installiert sind.

Bei einem Massenunfall von Verletzten, wie einem Eisenbahnunglück oder weitreichende Naturkatastrophen, werden oftmals mehr medizinische Ressourcen benötigt als sofort vor Ort verfügbar sind. Bevor die Patienten versorgt und abtransportiert werden können, werden sie nach der Schwere ihrer Verletzungen in Kategorien eingeteilt. Aufgrund mangelnder Routine sowie hoher Stress- und Emotionsbelastung stellt diese sogenannte Sichtung die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen. Technische Systeme können die Katastrophenmediziner bei ihrer Arbeit unterstützen, um einen optimalen Ablauf der Patientenversorgung sicherzustellen.

Im Projekt FALKE soll ein System für eine teilautomatisierte Suche und Sichtung von Verletzten am Einsatzort erforscht werden. Dazu wird eine kontaktlose Vitalparameterdetektion durch Kombination von Video-, Wärmebild- sowie Radarsensoren entwickelt. Diese werden an einem unbemannten Flugsystem (UAS) montiert, um so bereits vor dem Eintreffen der Rettungskräfte eine automatisierte Erkennung von Verletzten vornehmen zu können. Die Sichtung der Verletzten wird dabei von einem leitenden Notarzt mittels telemedizinischer Anbindung über eine gesicherte Datenleitung überprüft und ggf. korrigiert. Für den Flug des UAS außerhalb der Sicht des Bedieners werden, gemeinsam mit der Deutschen Flugsicherung, sowohl die technischen Anforderungen realisiert als auch die rechtlichen Rahmenbedingungen erarbeitet.

Kontakt

Isabelle Barz, M. Sc.
Institut für Flugsystemdynamik (FSD)
+49 241 80 96821
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Projektwebseite

www.projekt-falke.org

Projektdauer

08/2018 – 07/2021

Beteiligte Institute

Institut für Flugsystemdynamik (FSD), Lehrstuhl für Anästhesiologie

Projektpartner

Docs in Clouds GmbH, flyXdrive GmbH, IMST GmbH, Ruhr-Universität Bochum

Gefördert durch

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)