Ziel des Projekts „AutoKnigge – Modellierung, Bewertung und Absicherung von Verhalten für Kooperativ Interagierende Automobile“ ist es, ein adaptives Framework zur Verhaltensmodellierung kooperativer Verkehrsteilnehmer bereitzustellen sowie ein Satz von Verhaltensregeln zu erarbeiten, der als Rahmenwerk für das Verhalten kooperativer Autos dient.

Der rasche Fortschritt im Bereich des automatisierten Fahrens ermöglicht auch automatisiertes kooperatives Fahrverhalten. Um dieses Verhalten sicher, effizient und nachvollziehbar zu gestalten, müssen entsprechende Architekturen und Modelle zugrunde gelegt werden. Die erste Projektphase „RapidCoop - Robuste Architektur durch geeignete Paradigmen für Kooperativ Interagierende Automobile“ behandelte dabei zentrale Teilaspekte zur Erreichung dieses Ziels. Hierbei wurden Methoden zur dynamischen Bildung einer Gruppe von Verkehrsteilnehmern, eines so genannten Local Traffic Systems (LTS), untersucht.

Das Projekt „AutoKnigge“ ist Teil des Schwerpunktprogramms „Kooperativ interagierende Automobile“ der Deutschen Forschungsgesellschaft. Aufbauend auf die vorhergehenden Projektphasen soll ein Framework zur Verhaltensmodellierung kooperativer Verkehrsteilnehmer entwickelt werden. Ein solches Framework soll einen Satz vordefinierter kooperativer Handlungsmuster in Form formaler Modelle beinhalten, sowie diese situationsbedingt auswählen und damit kooperative Manöver erfolgreich durchführen können. Parallel dazu soll ein Satz von Verhaltensregeln aufgestellt werden, der als Rahmenwerk für das Verhalten kooperativer Autos dient. Diese Verhaltensregeln sollten als Knigge für autonome Fahrzeuge im Straßenverkehr verstanden werden und spezifizieren vor allem Regeln für die Sicherheit, aber auch die ökonomische Effizienz autonomer Fahrten.

Der spezifikationsorientierte Verhaltens-Knigge und das realisierungsnähere Framework soll kooperative Verkehrsteilnehmer bei unvorhersehbaren Ereignissen oder Zuständen dazu befähigen, die Folgen abschätzen und alternative Handlungspläne prüfen zu können. Auch sollen so Konflikte in Handlungsplänen erkannt und frühzeitig fair gelöst werden können. So soll das Konzept der LTS sukzessive an die Bedürfnisse realer Verkehrssysteme herangeführt und erweitert werden, um komplexe Verkehrssituationen abbilden und beherrschen zu können.

Kontakt

Maximilian Kloock, M. Sc.
Informatik 11 – Embedded Software (i11)
+49 241 80 21186
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Projektwebseite

www.coincar.de

Projektdauer

11/2018 – 10/2021

Beteiligte Institute

Informatik 11 – Embedded Software (i11), Informatik 3 – Software Engineering (i3), Institut für Kraftfahrzeuge (ika)

Gefördert durch

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)